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Donnerstag, 3. September 2009

Projekt Cracked Quad Twister

Es war einmal.....
..... eine mittlere Katastrophe!


Eine unfreiwillige Begegnung zwischen Blech und Kohlefaser. Eine Quad Twister kam bei einem Unfall nicht ungeschoren davon. Die Rute wies mehrere, schwere Frakturen, knapp unterhalb der Rutenspitze auf.

Sofort stellt sich die Frage, was soll man mit einem nahezu NEUEN Japanimport –Rute machen, wenn ein wesentlicher Teil der Länge zwischen der eigenen Autotür hängen geblieben ist? Garantie bei einem Japanimport gibt es nicht und eine Reparatur/Porto in/nach Japan, kostet fast soviel wie eine neue Rute.

Eine Möglichkeit ist es die Rute zu veräußern und zu hoffen, dass ein Bastler mit dem teuren Stück noch etwas anzufangen weiß. So ist es dann auch gekommen, redeye (Vielen Dank Dirk, für Deine Hilfe und problemlose Abwicklung und die perfekte Verpackung) hat die Rute zum Verkauf angeboten.

Als ich die Rute in der Trödelkiste sah, dachte ich sofort daran, aus der Geschichte einen Bericht zu schreiben. Gesagt getan...

Ich hatte mich kurz zuvor eher zufällig mit dem Solitip tuning von Theo Matchewsky beschäftigt. Sein Namensvetter, Theo Atanassov berichtete mir begeistert von Theo Matchewsky und seinem Können rund um das vermessen von Ruten und dem Solitip tuning.

Bei dem Tuning geht es genau um diese ersten 15 bis 25 cm der Spitze, die der Evergreen jetzt fehlten. Was mich besonders interessierte, war der direkte Vergleich zwischen meiner originalen QT mit der Solitip-Quad Twister.

Ich habe Theo angerufen und von meiner Idee erzählt. Er war sofort begeistert und bot mir seine Hilfe an. Hier seine Antwort auf meine erste Mail kurz nach unserem ersten, gemeinsamen

Telefonat am 10. Juni.2009:

» Hallo Herr Ballin,

schönen Dank für Ihr Interesse, mein Angebot von soeben steht natürlich. Wenn Sie die Rute ergattert haben, schicken melden Sie sich einfach bei mir. Nun kurz zu meiner Person, wie schon erwähnt habe ich mich bis 2000 hauptberuflich der Fliegenfischerei und Geräte-Entwicklung/Herstellung verschrieben gehabt. Ich komme ursprünglich aus der Casting-Sport Szene und habe auch dort (also in der Formel 1) Spezial-Geräte entwickelt und hergestellt. Naja, paar mal Weltmeister und 3 Weltrekorde während meiner aktiven Zeit...

Die ersten Solitip Ruten - eine Entwicklung aus dem Castingsport übrigens, habe ich Ende der 80er Jahre vorgestellt. Hunderte von Fliegenruten wurden im Laufe der Zeit mit Solitip-Tuning verfeinert bis 2000 der Spaß ein Loch bekam...

Seit 2000 bin ich Export-Leiter in einer internationalen Luftfracht-Spedition, da es aber nach 8 Jahren wieder in den Fingern juckte, habe ich nun wieder - im kleinen Stil - mit dem Rutenbau begonnen. Naja und den Rest - über die Technik selbst und die Rutenvermessung etc. können Sie ja auf meiner Homepage www.solitip.de nachlesen - oder haben Sie ja schon getan.

Mir ist völlig klar, dass die Solitip-Idee nicht nur für Fliegenfischer Vorteile bringt, war aber bis jetzt der Meinung, dass "Normal-Angler" kaum so viel Geld für Tackle ausgeben wie Fliegenfischer. Das war eigentlich auch der Hauptgrund warum ich mich bisher nur auf die Fliegenfischerei beschränkt habe. Ich lasse mich jedoch nur zu gerne von Ihnen und Ihren Kollegen gerne eines besseren belehren.

Wie erwähnt, ich lebe nicht von dieser Rutenbau-Tätigkeit, aber lebe dafür. Zugeben muss ich, dass meine Zeit sogar so knapp ist, dass ich seit Jahren nicht mehr zum Fischen gekommen bin und zerteilen kann ich mich halt nicht. So konzentriere ich mich lieber auf den Rutenbau und ich bin sicher, auf einer Ebene wo andere lange nicht ankommen werden.

Naja, vielleicht können wir uns da irgendwie ergänzen - Sie (und Ihre Kollegen) die Praktiker und ich der, der die Ideen in Handwerkszeug umsetzt. Könnte sicher eine furchtbar fruchtbare Zusammenarbeit werden. Mal sehen...«


An dieser Stelle noch einmal 1000 Dank!

Es konnte also losgehen...
Ich habe die cracked QT gekauft und sowohl die kaputte als auch meine originale QT zu Theo nach Altdorf geschickt. Zunächst vermaß (15° Power Messung) Theo die Original QT, das Ergebnis war folgendes:

E-Mail vom 1. Juli.2009:

» Statischer Weg (= 1/4 von 15°) 29,12 g (sollte in etwa an das optimale Wurfgewicht rankommen. Stimmt es?

- 15° Mess-Strecke 144,98 g

- Power-Faktor 5,02 = x-fast

Die Werte sind für eine herkömmlich (also hohl bis in die Spitze) gebaute Rute schon sehr erstaunlich gut. Die Rute hat unheimlich Rückgrat. Diese Aktion kann man eigentlich nur durch eine Solitip toppen.«


Als nächstes stellte sich die Frage, welche Performance die Rute nach der Reparatur bzw. dem Umbau auf Solitip haben wird. Soll die Rute eher schneller oder langsamer werden?

Wir entschlossen uns die Rute, sowohl in der Länge als auch in der Aktion, nahezu gleich zu belassen. Das ist die beste Vorraussetzung, um abschließend die beiden Quad Twister miteinander zu vergleichen.

Ab diesem Zeitpunkt ging alles sehr schnell. Das einzige Problem stellten die schrägen Titanium Fuji SIC Ringe dar. An die kommt man hierzulande leider nicht so einfach ran. Entweder man bezieht sie direkt aus Japan www.matagi.co.jp oder nimmt mit »herkömmlichen« Ringen vorliebe.

Aus Zeitgründen entschloss ich mich für die verfügbaren Ringe mit einem Innendurchmesser von 3,4mm, die originalen Ringe haben einen Innendurchmesser von 3,0 mm und stehen ca. 45 Grad vom Blank ab. Die Rute schmücken nun vier 3,4er Ringe, 90 Grad zum Blank und der original Spitzenring.

Damit nachvollziehbar wird, wie so ein Solitip tuning von statten geht, hat mir Theo seine Fotodokumentation zur Verfügung gestellt.




















Die »Rückrunde«:

Passend zu meinem Geburtstag, kamen beide Ruten zurück. Die Bilder die Theo schon vorab per E-Mail geschickt hatte, sahen sehr viel versprechend aus.
Seine Arbeit ist absolut erstklassig und ich habe keinen Zweifel, dass die Verbindung auf ewig hält. Man erkennt den Unterschied zur originalen QT nur an den anderen Ringen, dem umwickelten und lackierten Blank und der etwas feineren Spitze. Nichts davon wirkt aber störend. Wer sich Zeit nimmt die originalen Ringe in Japan zu bestellen, bekommt ein wirklich perfektes Ergebnis, in jeder Hinsicht.

Ein Paar Tage später hatte ich die beiden Ruten mit am Wasser. Auf dem Programm: Barschangeln mit dem KEITECH »Spin Jig, Wobbler bis 12g und kleine Cranks. Die Rute verhält sich wunderbar, ein Traum! Man muss dazu sagen, dass man mit der Quad Twister schon eine Rute der Extraklasse in den Händen hält und die Performance des 1/2 oz Steckens extrem ausgewogen ist. Der Solitip erwies sich aber als absolut ebenbürtig und es macht sehr viel Spaß die »(gepimpte) neue QT« zu fischen.

Bisher habe ich die cracked QT mit einer Presso und einer 6lb Sunline Shooter gefischt. Als Köder bevorzuge ich die kleinen Keitech »Guard Spin Jigs« 4,2 g, mit Keitechs Little Spider 2“ oder Swing Impact 2“ als Trailer.

Die andere Quad Twister mit einer Steez und einer 10lb bzw. 14lb Machinegun Cast von Sunline. Haupteinsatzgebiet sind Wobbler, Rigs und leichte Jigs, sowie Oberflächenköder wie der SK Pop.

Der Vergleich:

Da die verschiedenen Combos so etwas schwierig zu vergleichen sind, beschränke ich mich bei meiner Bewertung vorwiegend auf die Eigenleistung der cracked QT. Die original Rute wurde ja auch schon ausführlich von Kay beschrieben:

Im Visier: Evergreen "The Quad Twister"

Die cracked QT:

Die Rute hat eine sehr schöne und harmonische Biegekurve. Der Blank ist (nach wie vor) schnell und die Spitze sehr feinfühlig. Man kann einfach nichts Negatives feststellen und auch im Drill zeigt die Rute keinerlei Schwächen! Mir kommt die Spitze etwas schneller vor, was auch dem Ergebnis von Theos zweiter Vermessung entspricht.

Letztendlich fische ich an der Cracked lieber die kleinen Jigs und leichte Rigs. Wobbler bis hin zum Squad Minnow 85 machen auch ordentlich Spaß. Bei Oberflächenködern wie dem SK Pop greife ich lieber zur original QT.


Mit der Quad Twister hat Evergreen ein wirkliches Meisterstück abgeliefert. Diese Rute lässt sich kaum verbessern. Sie fischt nach meinem Empfinden nicht nur ihr vorgeschlagenes Köderspektrum (Rigs und Jigs) perfekt, sondern auch Wobbler, kleine Cranks und Top Water Baits. Die Solitip Spitze lässt die zerstörte QT wieder im alten Glanz erstrahlen, eine mehr als gute Lösung!

Fazit:

Letztendlich bin ich froh dass alles so gut geklappt hat. Das Timing war in vielerlei Hinsicht perfekt.


Theo ist eine Icone im Bereich Rutenbau und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung. Das Solitp tuning ist eine tolle Sache, nicht nur, wenn einem die Spitze »abhanden« kommt. Wenn Ihr also mal eine Rute habt, die in ihrer Leistung verbessert werden kann, oder bei der Euch ein vergleichbares Malheur passiert ist, wendet euch vertrauensvoll an Theodor Matchewsky. Weitere Informationen und seine Kontaktdaten bekommt ihr über seien Website:

www.solitip.de

Abschließend sei noch gesagt, dass sich das Solitip tuning bei Fliegenruten, sicherlich noch stärker und positiver bemerkbar macht, aber auch das werde ich testen! Immerhin habe ich noch eine Guideline Le Cie #6 im Keller, der genau 15cm in der Spitze fehlen. Auch hier war ein »Autounfall« schuld.

TL,

Rainer

Mittwoch, 26. August 2009

Bodden Diary II – „Picture this“

Die Planung – Freitag, den 7.08.09

Sommerwetter in Berlin. Die üblichen Überlegungen, wann man wo am Wochenende fischen geht, schwirren mir durch den Kopf. Dabei würde ich gerne mal wieder in Richtung Rügen durchstarten, denn ein möglicher Termin am Bodden im Sommer war schon lange angedacht, aber nie festgelegt. »Plötzlich« klingelt das Telefon und eine freundliche aber bestimmte Stimme am anderen Ende fragt mich, ob ich nicht Lust hätte, am kommenden Wochenende, Rügen und seinen Hechten einen kurzen Besuch abzustatten. Immerhin wurden einige sehr gute Hechte Ü120 gemeldet. Mitten auf dem Meer oder auf den Bodden, in Badehose auf dicke Hechte und Barsche zu fischen, hat einen ganz besonderen Reiz!

Die freundliche, bestimmte Stimme gehört zu Basti. Nach kurzem Hin und Her steht die Crew. Mit uns kommen noch Marco und Steffen aufs Boot. Wir mieten beim Team Bodden-Angeln ein Kaasboll mit 50PS und nur die Suche nach der passenden Unterkunft gestaltet sich deutlich schwieriger. Sommergäste bevölkern in Scharen die Insel und lassen kaum ein freies Zimmer unbesetzt. Trotzdem haben wir Glück wie „Sau“ und landen wie so oft in unserer Lieblingsunterkunft bei Heike - dem »Haus am Wind«.

Die Abfahrt – Freitag, den 14.8.09

Dazu brauch ich wohl kaum noch was sagen. In den vergangen Tagen ist wieder einiges an Geld über den Ladentisch gegangen und wir sitzen wie immer glücklich und voller Vorfreude im Auto mit Fahrtrichtung Stralsund/Rügendamm. Kurz an die Tanke und noch die nötigen 40l Benzin geholt und um 22 Uhr sind wir in unserer Unterkunft.

Tag I – Samstag, den 15.8.09

Frühstück mit heißen Brötchen und viel Kaffee. Anschließend noch ein schneller, aber tiefer Blick in Richtung Toilette und dann ab zum Hafen. Vier Leute unter einen Hut zu bekommen ist mal wieder nicht die leichteste Übung. Letztendlich ist es schon wieder kurz nach 8 Uhr, als wir langsam aus dem Hafen fahren. Die Windprognosen für diesen Vormittag sind deutlich besser als zunächst befürchtet bzw. angekündigt und so entschließen wir uns dazu als erstes einige Hot Spots auf dem Libben anzufahren. Um keine wertvolle Angelzeit zu verplempern wird der „Hebel auf den Tisch gelegt“ und wir düsen frohen Mutes ab in Richtung nahe Ostsee.


Dort angekommen bleiben wir jedoch bei den ersten Driften über die heißesten Stellen gänzlich ohne Fischkontakt. Gemeldet wurden uns im Vorfeld Fänge zwischen 0 bis 24 Fischen pro Boot und Tag, wobei die Anzahl der gefangen Fische besonders in den letzten Tagen extrem schwankte. Es scheint also gleichzeitig alles, aber auch nichts möglich zu sein und so dauert es eine ganze Weile bis der Boots-Schneider endlich abgelegt werden konnte und die ersten Fische im Boot waren.



Anschließend geschieht lange Zeit nichts und die anfängliche Zuversicht weicht wieder der Skepsis. So entschließen wir uns dazu die Beißflaute mit einigen dicken Dorschen zu verkürzen. Aber auch hier will es nicht so recht klappen. Jegliche Suche nach den Ostsee-Horsten bleibt erfolglos. Geworfen oder geschleppt, wir suchen zwischen 10 und 30 Metern. Am Ende sind es zwei kleine Dorschbabys, die schnell zurückgesetzt werden. Da eine starke Drift das Fischen unterhalb der 30 Metermarke fast unmöglich macht, wenden wir uns wieder unseren Hechten zu und fahren zurück in die Boddengewässer. Aber auch hier passiert nicht viel.

Schnell zeichnet es sich ab, wie es auch am nächsten Tag laufen wird. Fische sind am Morgen und ab dem späten Nachmittag zu erwarten, dazwischen passiert rein gar nichts! Man fährt früh um 4.30 Uhr aus dem Hafen, fischt bis 10 oder 11 Uhr, geht schlafen und kommt um 16 Uhr zurück aufs Wasser. Klingt super, erfordert aber ein hohes Maß an Disziplin! Die fehlte uns leider an diesem Wochenende und so sammeln wir uns am ersten Tag (in 13 Stunden) 9 Fische zusammen und stehen mit dem Ergebnis nicht schlecht da. Immerhin ein Traumtag mit wenig Wind, viel Sonne und mehr als den vorhergesagten 15 Grad! Größter Fisch des Tages war ein 95er.

Tag II – Samstag, den 15.8.09


Frühstück und ab! Eine halbe Stunde sind wir heute früher dran. Bei den Driften vom Vortag gab es Futterfisch und dicke Sicheln ohne Ende, leider waren die Fische dennoch nicht aus der Reserve zu locken. Da muss doch heute was gehen! Wir fahren die Punkte vom Vortag an und raus mit den Ködern. Ernüchterung macht sich breit, kein Hecht scheint sich für unsere Köder zu interessieren. Wir wechseln Farben und Größen, fischen mit Gummi, Plastik und Holz. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die ersten zwei Kontakte. Beide auf Weiß!


Der Wind nimmt zu und ein kontrolliertes Fischen wird immer schwieriger. Wir versuchen noch einmal das Ostseeprogramm vom Vortag und schleppen bis vor Hiddensee (auf der Ostsee). Der Wind baut hier eine ordentliche Dünung auf, aber von Fischen ist nichts zu merken. Immerhin wird das Wasser immer klarer und man kann bei knapp 10 Metern noch bis auf den Tigergrund schauen. Fast etwas fürs Mehrforellenangeln, aber wir wollen Hechte, also zurück in den »geschützten« Bereich. Am Abend fahren wir zu den Stellen, bei denen wir die Sicheln gesehen hatten. Um 16 Uhr scheint die Beißzeit endlich los zu gehen. Es gibt Kontakt und Basti kann innerhalb kürzester Zeit zwei Fische verhaften.


Beide kurz vorm Boot und der größere ist immerhin 93cm lang, wobei der anfänglich Powerdrill noch auf einen Meterfisch hoffen ließ. Die Boddenhechte haben im Sommer echt Kraft, dass darf man auch beim Material nie vergessen! Die Vorfächer lieber mit maximaler Tragkraft wählen. Schnell ist der Spuk vorüber und nichts passiert. Wir verlassen die Stelle und Steffen bekommt auf seinen letzten Wurf mit dem Hybrida, K3 (in WFO) noch einen schönen 90plus Fisch ins Boot.


Es ist mittlerweile schon nach 18 Uhr und wir wollen es abschließend noch einmal in einer flachen Bucht probieren. Tiefen von 1 Meter bis 2,5 Meter erwarten uns dort. Der Untergrund weist immer wieder kleine Seegrasflecken auf. Hier regiert der Buster Jerk von StrikePro. Der Jerk bringt innerhalb kurzer Zeit drei Fische ins Boot.


Nach 8 Fischen neigt sich der Tag langsam dem Ende zu und wir müssen abbrechen.


Das war es vorerst. Im Grunde kein schlechtes Ergebnis, aber die Muttis, die wir uns gewünscht haben, wollten nicht so recht. Zwei Tage später bekommen wir die Nachricht von einem Meter30 Fisch. So kann es eben gehen. Die Fische sind da, aber das heißt noch lange nichts, wobei der Meter30 ein echter Ausnahmefisch ist. Mit solchen Fischen rechnet man hier eher im Winter. Die richtig großen Fische folgen, nach der Laichzeit, gern den Heringen auf die nahe Ostsee und fressen sich dort satt. Erst im Spätherbst bzw. Winter, vor Beginn der nächsten Laichzeit, kommen sie (und wir) zurück.

Bis dahin, TL.

Rainer

Dienstag, 13. Januar 2009

DVDs der AEG-Media - ein Muss!

Dabei geht es mir »weniger« um DVDs zum Thema Fliegenfischen, sondern mehr um die Umsetzung. Die drei Videos sind wahrscheinlich schon vielen von EUCH über den Weg gelaufen, aber jetzt, wo die Schonzeit eingesetzt hat (und Zeit dafür bleibt), wollte ich Euch die drei Titel kurz vorstellen.

Nach meinem Geschmack handelt es sich um die so ziemlich besten Videos auf dem aktuellen Angel-DVD-Markt. Ich besitze sie mittlerweile schon länger und habe sie unzählige male angesehen. Was mir besonders gefällt, ist die Umsetzung der Filme. Grafisch sehr schön, bisweilen sogar wegweisend gemacht, sind es tolle Dokumentationen von unglaublichen Angelreisen. Neben der sehr guten Grafik, sind es der Schnitt, die Kameraführung/Einstellung, die Musik und die Fotos, die mich immer wieder begeistern und neu motivieren!


1. Traut Bum Vol. I (Patagonien) 99 min + 60 min Bonus / englisch
2. Trout Bum Vol. II (New Zealand) 75 min + Bonus / englisch
3. Fish Bum I River Wolf (Mongolia) 70 min + Bonus / englisch

Dabei ist Trout Bum I, klar der schwächste Film. Sozusagen der Lehrfilm. 5 Monate Abenteuer in Patagonien. Bachforellen (Brown Trout), große Regenbogenforellen und Saiblinge, gefangen in den abgelegensten und urtümlichsten Gegenenden Südamerikas.

Trout Bum Vol. II (New Zealand) ist mein Favorit und Fish Bum I River Wolf (Mongolia) steht dem kaum nach. Der Trip in die aufregende und atemberaubende Natur Neuseelands bietet einfach alles! Verschiedenste Flüsse, Infos, spektakuläre Szenen und fette Forellen. Wahnsinn!

River Wolf steht für Taimen aka Huchen. Ein wahres Monster unter den Salmoniden. Ein absoluter Traumfisch. Die Jungs der AEG sind über Wochen, quer durch die Mongolei gefahren, haben allerlei Strapazen auf sich genommen und wurden mit zahlreichen Fischen belohnt.

Die Trailer sind zu finden unter:
www.aegmedia.com

TL, Rainer

rainer@pike-patrol.com